Umzug & Zwischenlager mit Hartz 4

Von Storebox · Allgemein

Dieser Beitrag stellt eine Übersicht zu den Themen Umziehen als Hartz IV-Empfänger und Zwischenlagerung beziehungsweise Erstattung der Lagerkosten als Hartz IV-Empfänger bereit. Ebenso wird das Konzept des Selfstorage erklärt und wie es helfen kann, deinen Hausrat zu schützen.

Umzug Hartz 4

Umzug mit Hartz 4: Übernahme der Umzugskosten

Bei einem Umzug als Arbeitslosengeld II (ALG II) - Hartz IV-Empfänger muss so einiges beachtet werden. Damit die Umzugskosten vom Jobcenter übernommen werden, muss folgendes vorliegen:

Anerkannte UmzugsgründeNicht anerkannte Umzugsgründe
Arbeitsaufnahme in einer anderen Stadt Bessere Jobchancen in einer anderen Stadt
Unbewohnbarer Wohnraum (Schimmelbefall, Feuchtigkeit)Mängel im Wohnraum, die behoben werden können
Nachweisbare gesundheitliche EinschränkungenNicht nachweisbare (Arztbescheid) gesundheitliche Einschränkungen
Kündigung durch den VermieterWenn die Kündigung des Vermieters durch den Mieter veranlasst wurde
Wirtschaftlichkeit (neue Wohnung ist günstiger)Unwirtschaftlichkeit (neue Wohnung teurer als alte)
Nach Vollendung des 25. Lebensjahres aus dem elterlichen Wohnraum ausziehenVor Vollendung des 25. Lebensjahres ausziehen (eine Ausnahme ist z.B. die Jobaufnahme in einer anderen Stadt).
Familienzuwachs oder Veränderung der Lebensverhältnisse (Trennung, Scheidung, Heirat)

Ist mindestens einer der anerkannten Umzugsgründe vorhanden, werden die Kosten vom Amt übernommen. Der Umzug sollte keinesfalls spontan passieren. Zuerst sollten alle Ausgaben vom Amt bewilligt werden und eine offizielle Genehmigung vorhanden sein, bevor gestartet wird. Denn es werden im seltensten Fall Kosten, die im Vorhinein nicht genehmigt wurden, im Nachhinein erstattet. Auch die Mietkaution kann übernommen werden, was in der Regel als Darlehen geschieht.

Grundsätzlich haben Leistungsempfänger des ALG II nur einen Anspruch auf einen selbst organisierten Umzug. Unter gewissen Umständen, die der Krankheit, Behinderung oder im hohen Alter, kann allerdings eine Umzugsfirma beauftragt werden. Hierbei müssen, wie immer beim Jobcenter, drei Angebote vorgelegt werden und das Günstigste ausgewählt werden.

Ist der Umzug vom Jobcenter genehmigt, kann mit der Erstattung folgender Kosten gerechnet werden:

  • Umzugskartons
  • Umzugswagen
  • Verpflegung für private Umzugshelfer (Pauschale)
  • Im Mietvertrag vorgeschriebene Renovierungsarbeiten (Pauschale)
  • Aktuelle, im Mietvertrag vorgeschriebene Renovierungsarbeiten bei Auszug
  • Kosten für ein Umzugsunternehmen – vorausgesetzt Sie können den Umzug aus gesundheitlichen Gründen nicht selbstständig durchführen (Nachweis)

Übernahme der Kosten für ein Zwischenlager für Möbel

Ein wohnungsloser Mensch kann, unter bestimmten Voraussetzungen, die Einlagerungskosten für Möbel und weitere persönliche Gegenstände vom Jobcenter erstattet bekommen. Dies ist jedoch ein Ausnahmefall.

Sind Möbel und Hausratsgegenstände infolge einer Zwangsräumung oder sonstigen Wohnungsaufgabe eingelagert worden, gehören die Lagerkosten und die Auslösegebühr zu den Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 1 SGB II (BSG vom 16.2.2008 - B 4 AS 1/ 08 R). Die Kosten für ein Möbel-Zwischenlager werden nur dann übernommen, wenn die Wohnung derart klein ist, dass persönliche Gegenstände nicht anders untergebracht werden können. Die Kosten für die Notunterkunft und die Lagerkosten zusammen dürfen die örtlichen Mietobergrenzen nicht übersteigen.

Hartz IV-Empfänger können auch einen Antrag auf Erstausstattung stellen. Die Einlagerung darf nicht teurer sein als der Anspruch auf Erstausstattung, da dies unwirtschaftlich wäre. Aus der Sicht des Jobcenters wäre in diesem Fall, die Neuanschaffung billiger als die Aufbewahrung, der einzulagernden 'alten‘ Sachen.

Ebenso kann ein Leistungsempfänger nicht unbefristet die Kosten für die Einlagerung seiner Möbel verlangen, wenn der aktuelle Wohnraum zwar sehr klein ist, die Möbel jedoch bereits zwei Jahre eingelagert wurden und ein Ende der Möbeleinlagerung nicht in Sicht ist. Somit werden nur die Kosten für ein Zwischenlager übernommen und nicht für die dauerhafte Einlagerung.

Hier ein Video mit den Top 5 Fehlern des Jobcenters:

Selfstorage: Möbel-Zwischenlager bei Hartz 4

Auch im Falle einer Lagerkostenerstattung müssen dem Amt mehrere Angebote vorgelegt werden. Selfstorage ist eine geeignete Form der Zwischenlagerung, für Möbel und deine persönlichen Gegenstände. Ein Grund dafür ist, dass Selfstorage-Unternehmen im Vergleich zu Mietcontainern oder großen Logistikunternehmen kleinere Lagerabteile anbieten. Bereits ab 1m² sind Lagerabteile verfügbar. Somit lässt sich hier auch ein günstiger Preis bekommen.

Storebox ist der Selfstorage-Anbieter in deiner Nähe. An zentralen Standorten bietet Storebox Lagerabteile in unterschiedlichen Größen. Alle Standorte sind trocken, beheizt und mit smarten Sensoren ausgestattet. Diese tracken Luftfeuchtigkeit und Temperatur, um optimale Lagerbedingungen zu gewährleisten. Alle Abteile sind ebenso videoüberwacht und versichert.

FAQ

Was kann man beim Umzug beim Jobcenter beantragen?

Ist mindestens ein anerkannter Umzugsgrund vorhanden, werden die Kosten des Umzugs vom Amt übernommen.

Welche Kosten übernimmt das Jobcenter bei einem Umzug?

Ist der Umzug vom Jobcenter genehmigt, kann mit der Erstattung folgender Kosten gerechnet werden: Umzugskartons, Umzugswagen, Verpflegung für private Umzugshelfer (Pauschale) und im Mietvertrag vorgeschriebene Renovierungsarbeiten.

Wer zahlt den Umzug bei Hartz 4?

Wenn das Jobcenter den Umzug genehmigt hat, werden einzelne Kosten eines selbst organsierten Umzugs erstattet. Unter gewissen Umständen - wie Krankheit, Behinderung oder im hohen Alter - kann eine Umzugsfirma beauftragt werden.